Zusammen die Kinder erziehen macht glücklich

Sind Mütter die besseren Väter?

Sicher nicht. Aber wird diese Frage in unserer Gesellschaft überhaupt gestellt? Eher nicht.

Die Gesellschaft diskutiert aber sehr wohl darüber ob Väter die besseren Mütter sind.

Zum Beispiel im Spiegel Ausgabe 52/2015. Eigentlich unverschämt Paare auf ihre jeweiligen Unzulänglichkeiten anzusprechen.  Besonders unverschämt ist dabei, die Mütter in die Defensive zu drängen.

Sicherlich würde der ein oder andere nun sagen:“ Aber es geht doch nur darum, dass die positiven Einflüsse beider Elternteile auf die Kindeserziehung gewürdigt werden.“

Dann wäre aber nach meiner Meinung die Feststellung: „Mütter sind die besseren Mütter und Väter sind die besseren Väter.“ die weitaus bessere Wahl.

 

Erziehung Wettbewerb zwischen Mann und Frau

Erziehen Mütter oder Väter ihre Kinder besser?

Nein, das ist die falsche Frage. Genauso falsch wie die Eingangsfragen dieses Beitrags.

Denn:

Mütter und Väter erziehen ihre Kinder unterschiedlich.

Das ist der ganze Unterschied. Ich bin fest davon überzeugt, dass Vater und Mutter das Kind zwar nicht gleich aber auf jeden Fall gleich gut aufziehen können.

Natürlich gibt es noch das Argument des Stillens. Das Stillen befürworte ich auf jeden Fall, insbesondere während des Mutterschutzes. Aber nach der Zeit des Stillens sehe ich die Notwendigkeit, dass die Eltern eigenständig in ihrer Partnerschaft entscheiden dürfen sollten was für ihre Familie richtig ist . Frei von gesellschaftlichen, beruflichen oder staatlichen Vorgaben und Nachteilen.

Bin ich eine schlechte Mutter?

Keine Mutter die nach der Geburt ihres Kindes zur Arbeit geht ist eine schlechte Mutter?

Und bin ich ein schlechter Vater?

Und kein Vater der nach der Geburt seines Kindes zur Arbeit geht ist ein schlechter Vater.

Arbeit und damit zusammenhängendes Einkommen ist meiner Meinung nach einer der wichtigsten Pfeiler einer Familie. Arbeitsmoral und -werte sind meiner Ansicht nach (auch wenn sich das komisch liest) beständig an die Kinder zu vermitteln. Genauso wichtig ist es aber sich nicht ausschließlich über die Arbeit zu definieren und den Kindern auch andere Lebens-Werkzeuge mit an die Hand zu geben.

Und Lebens-Werkzeug von Mama und Papa ist eben vielfältiger als nur von einem Elternteil.

Jetzt müssen Mama und Papa nur noch verstehen, dass all ihre Werkzeuge und Ansätze benötigt werden.

Angry parents and sad girl

Streitthema unterschiedlicher Erziehungsansatz von Vater und Mutter

Leider habe ich dazu keine Statistik gefunden, ich behaupte aber einfach einmal, dass unterschiedliche Erziehungsansätze in den Familien häufig zu langwierigen und belastenden Diskussionen führen. Besonders schwierig ist diese Situation für Väter in Elternzeit.

Oftmals wenden sich Papas in Väterzeit an den Vätertreffpunkt und schildern die Problematik, dass die Partnerin es zwar total toll findet, dass man Zuhause beim Kind bleibt, auch alles ganz toll macht aber doch bitte das Kind so erzieht wie die Mama es möchte. Darauf kann ich dann nur entgegnen: Du bist nicht allein.

Im Übrigen ist dieses Thema auch in unserem Väter in Elternzeit Workshop angeschnitten.

An der Familie und der Beziehung muss Mann eben immer weiter arbeiten und Frau auch.

Eine Sache wäre mir bei diesem Thema noch wichtig. Der arbeitende Elternteil sollte im Regelfall – den Kindern gegenüber  – die Meinung und Entscheidung des betreuenden Elternteils mittragen. Und der betreuende Elternteil sollte dem arbeitenden Elternteil nicht nur die „Eselarbeiten“ überlassen. Zum Beispiel in der kurzen Zeit von Feierabend bis zum Schlafen gehen mit der Hand auf den Tisch zu hauen, die Finger- und Fußnägel zu schneiden, die Zähne zu putzen und für einen freien Nasenraum zu sorgen…

Papa und Mama können zusammen einfach mehr.

Also viel ….

Glück geteilt, Glück gehabt

 

Ein Gedanke zu „Sind Mütter die besseren Väter?

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